Dem Außenminister unter die Arme greifen

Dekanat Hohenlohe engagiert sich, um die Hungersnot in Somalia zu mildern




Über 2700 Euro hat der Dekanatsrat des katholischen Dekanats Hohenlohe der „caritas international“ zur Linderung der Hungersnot in Somalia zur Verfügung gestellt. Das Geld stammt aus dem Erlös der Kleidersammlung der „aktion hoffnung“, die im Herbst 2016 stattfand. „Ich freue mich, dass der Dekanatsrat in seiner letzten Sitzung diesen spontanen Vorschlag unkompliziert aufgegriffen hat“, sagte Dekan Ingo Kuhbach: „Wir können so auch dazu beitragen, dass die lang anhaltende Not in vielen Ländern Afrikas nicht in Vergessenheit gerät.“
Insgesamt hungern in den vier am stärksten betroffenen Ländern Afrikas – darunter Somalia – 20 Millionen Menschen. Die bisher zur Verfügung stehenden Spenden reichen nur, um 8 Millionen zu versorgen. Außenminister Sigmar Gabriel hat bei seinem Besuch in Somalia Anfang Mai den deutschen Beitrag von 70 auf 140 Millionen Euro verdoppelt.
Als lebensrettende Soforthilfe finanziert die „caritas international“, die die Spende des Dekanats Hohenlohe erhält, in Zusammenarbeit mit der evangelischen Diakonie den Zugang zu Trinkwasser. Zahlreiche Viehhirten, die bereits viele ihrer Rinder und Ziegen verloren und die verdorrten Weideregionen verlassen haben, erhalten beispielsweise von der Partnerorganisation „Center for Peace and Democracy“ vor Ort Gutscheine, um Wasser für die Zubereitung einer Mahlzeit oder auch zum Tränken des letzten verbleibenden Viehs zu erwerben. Haushalte, die noch die Kraft haben, körperliche Arbeit zu leisten, können von dem Programm „Bargeld für Arbeit“ profitieren: Für den Aushub von Wasserbecken wird ihnen ein Lohn gezahlt. Sie können sich so mit diesem Geld das Nötigste kaufen, während die Gemeinden auf künftigen Regen vorbereitet sind. Wenn wieder Regen fällt, können diese Wasserbecken je nach Niederschlagsmenge für zwei bis vier Monate und für 5000 Haushalte die Wasserversorgung sicherstellen.