Für neue Aufgaben bald gewappnet

Informations- und Austauschabend zum „Kirche am Ort“-Prozess im Dekanat Hohenlohe




„Wir müssen uns als Kirche den veränderten Rahmenbedingungen stellen“, dies war eine der Erkenntnisse am Informations- und Austauschabend zum „Kirche am Ort“-Prozess der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Künzelsau Ende Juni. Das katholische Dekanat Hohenlohe hatte zur „Halbzeit“ des auf fünf Jahre angelegten Prozesses Mitglieder des Dekanatsrats, die Prozessgruppen in den Seelsorgeeinheiten, Kirchengemeinderäte und weitere Interessierte eingeladen. „Ich bin froh, dass knapp 70 Personen gekommen sind,“ sagt Dekan Ingo Kuhbach: „Das zeigt, dass in den Gemeinden angekommen ist, dass Kirche ihre Aufgaben heute reflektieren muss.“ Ausgehend von der Frage, was Kirche an verschiedenen Orten tun könne, müsse dann auch über Rahmenbedingungen geredet werden, die diesen konkreten Aufgaben gerecht werden.

„Ich bin erstaunt, was in den vergangenen gut zwei Jahren in den Seelsorgeeinheiten voranging“, berichtet ein Teilnehmer. „Wir stehen noch am Anfang. Wir sind aber ermutigt, wenn wir sehen, was in anderen Kirchengemeinden schon gelaufen ist“, resümiert eine andere Teilnehmerin. Von den Erfolgen bei der Flüchtlingsarbeit erzählt eine Dritte. Im Rahmen des „Kirche am Ort“-Prozesses, stellt sich auch die Frage nach den künftigen Strukturen von Seelsorge. Hier herrscht die Erkenntnis vor, dass verstärkt Zusammenarbeit der Kirchengemeinden notwendig ist und klare Schwerpunkte des Engagements benannt werden müssen. Eine Entscheidung zwischen verschiedenen von der Diözese vorgeschlagenen Kooperations-Modellen steht aber in den Seelsorgeeinheiten noch aus.