Mit neuen Aufbrüchen die Ökumene fortzusetzen

ACK Öhringen wird gegründet – Ökumenischer Gottesdienst und Festakt am 16. Juli


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Im Anschluss an den Ökumenischen Gottesdienst am 16. Juli wird im Rahmen eines Festaktes die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Öhringen gegründet. Der Gottesdienst, der vom Chor der evangelisch-methodistischen Kirche mit gestaltet wird, beginnt um 10:40 Uhr in St. Joseph. Danach werden die Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Öhringen, der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph, der evangelisch-methodistischen Kirche Öhringen und der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, Gemeinde Öhringen die Satzung der ACK Öhringen unterzeichnen. Die neuapostolische Kirche wird in der neuen ACK als Gastmitglied dabei sein. Nach dem Festakt findet vor der Kirche ein Stehempfang mit Kirchencafé statt.

Schon vor rund 10 Jahren gab es in der Öhringer Ökumene Beratungen zur Gründung einer ACK. Diese führten damals aber noch nicht ans Ziel. Mit dem Projekt „Kreuz + mehr“ auf der Landesgartenschau 2016 bekam die Ökumene in der Stadt einen starken Schub. Der Wille, in größerer Gemeinschaft – die Neuapostolische Kirche war bisher nicht dabei – und mit neuen Aufbrüchen die Ökumene fortzusetzen, führte nun zu neuen Beratungen über das Projekt „ACK Öhringen“. Mit der Gründung der ACK Öhringen bekommt das ökumenische Miteinander einen klareren Rahmen und eine Grundlage, auf der auch Gespräche mit weiteren Kirchen möglich sind. Die Satzung formuliert zudem klare Ziele für die ökumenische Arbeit. Zudem wird die Ökumene in Öhringen, die seit Jahrzehnten in guter Weise gepflegt wird, nun Teil des großen  Netzwerks der Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK), die auch auf Landes- und Bundesebene organisiert sind.

 

 

Die Ziele der ACK Öhringen

 

Die Arbeitsgemeinschaft fördert das Zusammenwachsen der getrennten Kirche und der Gemeinden am Ort und macht ihre Verbundenheit im Zeugnis und Dienst sichtbar. Dies bezieht sich vornehmlich auf folgende Bereiche:

1. Sie verpflichtet sich, überkommene Vorurteile und gegenseitige Missverständnisse auszuräumen und Gleichgültigkeit abzubauen.

2. Sie fördert das Kennenlernen und das Gespräch über kirchliche und theologische Traditionen mit dem Ziel der Verständigung, Klärung und Bereicherung. Eine gegenseitige Information der Mitglieder über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen in den jeweiligen Kirchengemeinden ist von daher selbstverständlich.

3. Sie zeigt die gemeinsame Zugehörigkeit zu Jesus Christus durch Begegnungen, gemeinsame Gottesdienste und ökumenische Feiern. In Absprache mit den jeweiligen Kirchengemeinden stellt sie dafür einen „Ökumenischen Kalender“ auf und legt Termine, Orte und Zuständigkeiten für die entsprechenden Veranstaltungen fest. 

4. Sie unterstützt die Verkündigung des Evangeliums.

5. Sie tritt ein für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

6. Sie setzt sich in sozialen Fragen ein und vertritt die gemeinsamen Interessen der Christinnen und Christen gegenüber der Öffentlichkeit, der Verwaltung der Stadt Öhringen, Behörden, Verbänden und den Medien.

7. Sie informiert sich über kirchliche und theologische Strömungen und Neuerungen.

8. Sie kooperiert mit der VHS Öhringen bei den Bildungsangeboten „VHS und Kirchen“ und entsendet in den entsprechenden Arbeitskreis (einen) Vertreter.

9. Sie bemüht sich um den interreligiösen Dialog.

10. Sie hält Kontakt zur ACK in Baden-Württemberg (und zur ACK in Deutschland).

Pfarrer Klaus Kempter