Silvesterorden für Gerhard Sturm

Bischof Gebhard Fürst würdigt außerordentliches kirchliches und gesellschaftliches Engagement




Bischof Gebhard Fürst hat drei Persönlichkeiten mit päpstlichen Ehrenzeichen und einem Orden bedacht. Ausgezeichnet wurden der Unternehmer Gerhard Sturm (82) aus Mulfingen, die Bildungsreferentin Annemarie Engelhardt (76) aus Aalen sowie posthum der passionierte Rom-Pilger und langjährige Leiter eines Alten- und Pflegeheims, Herbert Neutzner aus Rainau-Schwabsberg.

Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart hob in seinen Ansprachen das außerordentliche kirchliche und gesellschaftliche Engagement der drei Geehrten hervor. Engelhardt und Neutzner wurden mit dem Ehrenzeichen "pro ecclesia et pontifice" ausgezeichnet, Sturm wurde die Würde eines Ritters vom Orden des Papstes Silvester − oder kurz: Silvesterorden − übertragen. Dies ist der fünfthöchste Orden für Verdienste von Laien um die katholische Kirche.

Bis zum heutigen Tag spüre man deutlich die Verbundenheit des Mulfinger Familienunternehmens EBM-Papst zur Orts- und Pfarrgemeinde, betonte Bischof Fürst in seiner Laudatio für Gerhard Sturm. Ein hohes Maß an Rücksichtnahme gegenüber den Arbeitnehmern zeichne das unternehmerische Handeln des Firmengründers von Beginn an aus. Dies zeige sich beispielsweise, wenn es darum gehe, kranke Angehörige zu Hause zu versorgen oder Mitarbeiter unkompliziert als Sänger im Chor oder Sargträger bei einer Beerdigung von der Arbeit freizustellen.

Bischof Fürst erinnerte weiter an Gerhard Sturms finanzielles wie gestalterisches Engagement bei der Gründung der Katholischen Haupt- und Realschule (Bischof-von-Lipp-Schule) in Mulfingen.

Aufgrund der außerordentlichen Verdienste für die katholische Kirche wie auch für die bürgerliche Gemeinde − Gerhard Sturm war viele Jahre als Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister Mulfingens tätig − habe er mit großer Freude die Würde eines Ritters des Ordens vom heiligen Papst Silvester für Gerhard Sturm beantragt, erklärte Gebhardt Fürst.

 

(Hohenloher Zeitung, 3.7.2017,  www.stimme.de)